Alltagspause

Mitten im Alltag,
In all dem Tun und Tagen
es wagen
- JETZT - 
Eine Pause!

Herausziehen aus dem Alltäglichen.
Einfach mal sein
oder
alles Mal sein lassen.

Nichts muss, alles kann ...

 

Zeit haben
um zu Sitzen, Beine hochlegen und Nichtstun,
außer Atmen.

(Ein- und ausatmen)
 
Ein und Aus.
Luft strömt
rein und raus.

Pause.
Endlich Aufstehen,
Recken und Strecken.
Die müden Muskeln aufwecken.
Bewegen - welch ein Segen.

Laufend in den Wald gehen,
um zu spüren: mich und die Natur.
Die Natur um mich.
Frischluft einatmen.
So eine Pause lohnt sich!

Oder mal Untertauchen.
Ins kühle Nass.

(Luft an- und Nase zuhalten)

Luft anhalten Mitten am Tag.
Was für ein Spaß.
Zug um Zug
sich frei schwimmen, 
um frei zu sein …

 

… und Abzutauchen zu dir.
Gemeinsam unter die Bettdecke,
Hineintauchen in dich.
Pause zum Lieben und Leben.
Sich hingeben.
Mitten am Tag - ein Stück nächtliches Liebesglück.


(Pause)

Und jetzt?
Musik an und tanzen …

… bis die Nachbarin es hört und sich daran stört.
Und dann nicht zögern,
sondern sie zum Kaffee einladen.
„Mit Milchschaum?“
„Bitte!“
 Und dann genießen!
Schlürfend und schweigend.
Der Einsamkeit zum Trotze,
gemeinsam verweilen,
Zeit im Alltag teilen.
 
Alltagspause.

 

(PAUSE)

Pause kann heute aber auch heißen:
Mal auf das innere Kind hören,
Lautschreien, nicht um zu stören,
sondern um Rauszulassen, Platz zu schaffen,
egal ob die anderen gaffen.


„STOPP!!! Pause - ich brauch DICH jetzt!“

Mutig sein und Nein sagen,
auf all die vielen Anfragen,
weil heute eben mal nichts geht,
außer im Schlafanzug den dritten Liebesfilme anzusehen.
Sich in eine andere Welt zu beamen,
um zu fühlen,
mitzufühlen,
heulend auf der Couch.
Morgen sieht die Welt bestimmt schon wieder anders aus!

Doch bis dahin werde ich mich vor Terminen drücken,
um Notwendigkeiten wieder ins Gleichgewicht zu rücken.

Daher bleibt der Pauseknopf fest gedrückt.

 

Und manchmal dauern Pausen länger als gedacht,
weil es Zeit braucht, sich neu zu sortieren,
sich auszuprobieren,
zu suchen und zu finden.

 

 Dann sage ich mir leise:
„Nicht aufgeben!
Auch diese Phasen gehören zum Leben und
zum Alltag dazu.
Hab Geduld
und
atme!
Nur das Atmen nicht vergessen.“

(Atmen)

Und dann wird mir bewusst:
Pause ist ein Teil vom Leben, lebensnotwendig und morgen geht's wieder weiter.

 

(Pause)

Ja, Morgen geht's wieder weiter.

Irgendwie und mit neuer Energie.

(Pause/ Atmen)

Die Pause, die ich brauche,
musst du nicht mögen,
denn meine Pause ist mein Segen.

Darum plane ich sie heute schon fest für morgen ein
Pause - du sollst mir alltäglich ein Segen sein.